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| Ökorampe |
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Ökologie und Hydraulik aufgelöster Sohlrampen und Passierbarkeit der Rampen durch gewässertypspezifische Fischarten in der Äschen- und Barbenregion.
Viele Fischarten müssen aus verschiedenen Gründen Wanderungen innerhalb eines Gewässers durchführen (Vermehrung und Fortpflanzung, Nahrungssuche, etc..). Viele unserer Gewässer sind aber in irgendeiner Form verbaut, sehr oft finden sich Querbauwerke, die einen Fischaufstieg verhindern. Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG), umgesetzt im Österreichischen Wasserrechtsgesetz ist das Erreichen (bzw. der Erhalt) des „guten ökologischen Zustandes“ unserer Gewässer. Die Fische sind für die Beurteilung dieses Zustandes ganz wesentliche Indikatoren. Die ungehinderte Wanderung unserer heimischen Fischarten ist in diesem Zusammenhang eine grundlegende Forderung und für das Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie von größter Bedeutung. Daher ist im Laufe der nächsten Jahre der Rückbau zahlreicher Kontinuumsunterbrechungen erforderlich. Jeder Gewässerabschnitt hat seine eigene, typspezifische Fischfauna. In den Fließgewässern der Äschen- und Barbenregion, in denen auch schwimmschwächere Fischarten leben, ist der Wissensstand über die aus fischökologischer Sicht optimale Ausführung von solchen Bauwerken noch vergleichsweise gering. So weiß man noch relativ wenig über die Schwimmleistungen der Fischarten dieser Fischregionen - und wie eine optimale Rampe für diese Arten aussehen soll, ist daher kaum erforscht. Dieses Wissen ist jedoch grundlegend, wenn im Laufe der kommenden Jahre im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie viele Querbauwerke zurückgebaut werden müssen. Im Rahmen der Untersuchungen wurde ein Rampentyp entwickelt, der nicht nur den Ansprüchen der Sohlstabilisierung genügt, sondern auch eine ungehinderte Fischmigration gewährleistet. An zwei oberösterreichischen Gewässern (Innbach und Leitenbach) wurden modellhaft 2 aufgelöste Sohlrampen errichtet, wobei eine Rampe im Längsverlauf aus zwei Teilrampen mit unterschiedlichen Neigungen besteht. Außerdem wurden verschiedene Absturzhöhen, die nach oben hin zunehmen, verwendet, um die Passierbarkeit für die verschiedenen gewässertypspezifischen Fischarten zu überprüfen. Neben einer Fischbestandsaufnahme zur Erfassung des Migrationspotenzials wurden Versuche und Beobachtungen mit markierten Fischen, sowie Reusenfänge zu den Laichzeiten der dominanten Leitarten (Nasen, Barben, Äschen) durchgeführt. Die abiotischen Parameter (Tiefen, Strömungsgeschwindigkeiten, Turbulenzen etc.) in den einzelnen Becken und Wanderkorridoren wurden gemessen. Zudem wurden beide Rampen in einer Versuchshalle im Modell nachgebaut und alle hydraulischen-technischen Parameter bei unterschiedlichen Abflüssen untersucht. Das Projekt soll neben neuen Erkenntnissen über die Fischwanderung im Hyporhithral und Epipotamal auch Grenzwerte für die Überwindbarkeit bestimmter Absturzhöhen durch schwimmschwächere Fischarten beinhalten. Es soll eine "optimale" Rampe entwickelt werden (stabil, hochwassersicher und zugleich kein Hindernis für die Fische). Die Ergebnisse werden in die Planung und Ausführung weiterer Rampen einfließen und sind im Hinblick auf die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie von großer Bedeutung. Daher soll zum Ende des Projektes im Herbst 2007 auch ein Handbuch mit dem Titel "Praxisleitfaden für die Errichtung von funktionstüchtigen Fischwanderhilfen" gemeinsam erarbeitet werden. Die Arbeiten und Erkenntnisse im Zuge des Projektes wurden auch in einem Film dokumentiert. Projektpartner: Bundeswasserbauverwaltung Bundesamt für Wasserwirtschaft Umweltgutachten Petz OEG |

